Das Münchner Unternehmenssteuerforum widmet sich der Förderung des Steuerrechts, insbesondere durch steuerwissenschaftliche Fachdiskussionen zwischen Repräsentanten der Richterschaft, der Finanzverwaltung und der Wissenschaft sowie Experten aus der Wirtschaft und der steuer- und rechtsberatenden Berufe.

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu unserer nächsten Veranstaltung zum Thema:

Einlagen und Einlagenrückgewähr

am 25. Januar 2017 um 17:30 Uhr im
Literaturhaus München
Salvatorplatz 1
80333 München




Die nicht in das Nennkapital geleistete Einlage des Anteilseigners in seine Kapitalgesellschaft ist ebenso wie deren Rückgewähr ein grundsätzlich nicht steuerbarer Vorgang, der die Einkommenssphären der Gesellschaft und des Gesellschafters nicht berühren sollte. In der Praxis stellt §§ 27 ff. KStG allerdings einige Hürden auf, die dem Rechtsanwender unter den Stichworten Verwendungsreihenfolge und steuerliches Einlagekonto bekannt sind.

Im rein nationalen Fall ergeben sich dabei nur noch in Randbereichen Probleme, z.B. die Behandlung des steuerlichen Einlagekontos bei fehlerhaften Steuerbescheinigungen, nachträglich festgestellte vGA oder Mehr- bzw. Minderabführung bei Organschaften. Im grenzüberschreitenden Fall ergeben sich weiterhin massive Rechtsunsicherheiten. Diese ranken sich insbesondere um die Vorschrift des § 27 Abs. 8 KStG. Neben der Kritik an den zum Teil unzumutbar erscheinenden Nachweisen, die diese Vorschrift vom Steuerpflichtigen verlangt, steht insbesondere die Anwendbarkeit dieser Regelung für in Drittstaaten ansässige Kapitalgesellschaften im Streit. Zu dieser Frage nahm der VIII. Senat des BFH jüngst in zwei Urteilen vom Juli 2016 Stellung und erkannte dabei die Möglichkeit steuerfreier Einlagenrückgewähr von Drittstaaten-Kapitalgesellschaften grundsätzlich an. Bisher ist unklar, ob die Finanzverwaltung diese Rechtsprechung anwenden wird. Eine ablehnende Haltung deutet sich aber bereits aufgrund des bisherigen Nicht-Veröffentlichens im Bundesteuerblatt vorsichtig an. Brisanz und Aktualität erhält das Thema zusätzlich aufgrund des derzeit zu einem ähnlichen Sachverhalt anhängigen Verfahren beim I. Senat des BFH (Az: I R 15/16).

Diesen und anderen Aspekten der Einlagenrückgewähr widmet sich das 21. Münchner Unternehmenssteuerforum. Zu Beginn der Veranstaltung wird zunächst Herr Dr. Mathias Schell (Milbank) die wesentlichen Eckpunkte und Probleme von Einlagen und deren Rückgewähr darstellen und beleuchten. Anschließend wird Frau Prof. Franceska Werth (BFH) insbesondere die zur Einlagenrückgewähr von Drittlands-Gesellschaften ergangene jüngere höchstrichterliche Rechtsprechung analysieren.

Die Thesen und Fragestellungen der beiden Einführungsreferate werden sodann unter der Leitung von Prof. Dr. Marc Desens (Universität Leipzig) mit den Referenten sowie Prof. Dr. Dietmar Gosch (ehemals BFH) und LRD Franz Hruschka (Leiter Betriebsprüfung München) diskutiert.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion (ca. 19:30 Uhr) laden wir Sie zu einem Imbiss ein

Bei Interesse melden Sie sich gerne online hier oder über obigen Button an.

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Für Mitglieder des Vereins besteht die Möglichkeit, über die Teilnahme an der Veranstaltung eine qualifizierte Bescheinigung zur Vorlage bei der Rechtsanwaltskammer zu erhalten (§ 15 FAO). Weiterhin bitten wir zu beachten, dass wir die Vortragsunterlagen der Referenten in Zukunft nur noch unseren Mitgliedern auf Nachfrage unter info@muenchner-ustf.de zur Verfügung stellen. Den Mitgliedsantrag finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihre Zusage!